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Thu Jan 18 23:29:59 1996
 

    Wörtersee


    Wissenswertes über Text im ASCII-Format

    ASCII steht für American Standard Code for Information Interchange. Dies ist ein reines Buchstabenformat, Layout ist nur rudimentär in Form von Einrückungen, Unterstreichungen etc möglich. Dieses Format ist das Standardformat, um Text ueber Computernetze, via News oder Mail, zu verbreiten. Es stellt sozusagen einen Minimalkonsens dar, den nahezu alle Textverarbeitungssysteme erzeugen und verarbeiten können.

    Da die in einschlägigen Kreisen beliebte Firma Microsoft, deren Produkte gerade in unbedarfteren Zusammenhängen merkwürdigerweise Verbreitung gefunden haben, jeglichen Versuch der Standartisierung als einen Angriff auf Ihr Firmenvermögen ansieht (mensch könnte ja ohne ihre Produkte auskommen, eines Tages), bannt sie Standards selbst in der Sprache und nennt ASCII-Text "Nur-Text" oder auch "Text mit Zeilenumbrüchen" oder auch, je nach Tagesstimmung oder Programmversion, "Dos-Text". Das stiftet hier und da etwas Verwirrung, da wie gesagt viel mit Microsoft-Produkten ("MS-DOS", "Windows", "Word" etc) gearbeitet wird - aber auch in diesen Programmen gibt es immer eine Möglichkeit, ASCII-Text zu exportieren (mensch muss sie nur finden :( ).

    Das generellere Problem mit ASCII ist, daß Layout und Text nicht logisch voneinander getrennt sind (Interessierten sei hier die Beschäftigung mit SGML ans Herz gelegt). Da es keine unterschiedlichen Schriftgrößen gibt, werden, wie bei Großmutter auf der Schreibmaschine, die Textzeichen "_", "=", oder, je nach Tagesform des Schreibenden auch "-" verwendet. Da sich ASCII-Text nicht automatisch der Größe des Bildschirmes / Textfensters anpasst, ist es meist in nicht- 80x25-Fenstern nicht lesbar, und es werden abwechselnd Tabulatorzeichen (die natürlich wieder auf jedem Rechner anders eingestellt sind) oder Leerzeichen zum Einrücken benutzt. Zudem werden Worttrennungen mit dem Zeichen "-" am Ende einer Zeile formuliert usw. usf.

    Alle diese Mechanismen formulieren Layoutvorgaben uncodiert im Text und nicht in einer Metasprache und sind daher beim Weiterverarbeiten nicht mehr vom Text zu trennen. Zudem variiereren sie je nach Autor und verwendetem Betriebssystem. Alles in allem keine wirklich gute Idee - aber besser als gar nichts.

    Es gibt folgende Unterarten von ASCII: