veranstaltungen
Frauenkonferenz gegen Feminizide:
Internationale Solidarität zur Stärkung von Frauen organisieren
Über 150 Frauen beteiligten sich an einer Fachkonferenz mit dem Titel „Internationaler Frauenkampf gegen Feminizide“, die am 17. September in Köln stattfand und veranstaltet wurde von der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA, dem Kurdischen Frauenbüro für Frieden CENÎ, der Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen AGISRA e.V. sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW. Die Vertreterinnen verschiedener Organisationen thematisierten in ihren Beiträgen die spezifische Situation von Frauen im Irak, in Türkei/Kurdistan, Mexiko und der Bundesrepublik thematisierten in ihren Beiträgen die spezifischen Ursachen und Auswirkungen des Feminizids in den verschiedenen Ländern. In gemeinsamen Diskussionen wurde versucht, eine Definition des Begriffes „Feminizid“ zu erarbeiten, das Ausmaß patriarchaler Gewalt zu erfassen, Gegenstrategien zu entwickeln, die internationale Vernetzung und Solidarität zur Stärkung von Frauen zu organisieren und den Feminizid weltweit als Verbrechen gegen die Menschlichkeit parallel zum Völkermord zu ächten. Es handele sich hierbei – darin waren sich viele Konferenzteilnehmerinnen einig – um den „größten und längsten systematischen Krieg“ gegen Frauen weltweit.
(Azadî)
Zukunftskongress der kurdischen Studierenden
Der 17. Kongress des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan, der vom 1. bis zum 3. Oktober im KulturCafé der Ruhr-Universität Bochum stattfindet, wird sich intensiv mit der aktuellen Entwicklung in Türkei/Kurdistan und dem am 14. Juli ausgerufenen Projekt der Demokratischen Autonomie befassen, dessen Umsetzung der türkische Staat versucht, auch mit militärischen Mitteln zu zerschlagen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussionen bildet die sich EU-weit verschärfende Kriminalisierung kurdischer Institutionen, Medien oder politisch aktiver Kurdinnen und Kurden. „Auch hier in der Diaspora machen die KurdInnen klar, dass sie sich nicht den Vorstellungen des Staates einfach unterordnen, sondern selbst ihre Geschicke in die Hand nehmen werden“, heißt es in dem Aufruf zum Kongress. „Wir sind als Teil der kurdischen Zivilgesellschaft in Europa in der Pflicht, eine angemessene Lösung der kurdischen Frage voranzutreiben. […] Um diese Ziele zu verfolgen, ist es vonnöten, unsere Arbeit des letzten Jahres gründlich auszuwerten, um unsere Vorstellungen im kommenden Jahr zu formulieren.“
Der erste Tag ist für die Öffentlichkeit und insbesondere für solidarische Jugendliche zugänglich; die beiden anderen stehen nur Mitgliedern der YXK offen.
(Aufruf YXK v. 25.9.2011/Azadî)