Aktion
Geschäftsstelle des Rüstungskonzerns besetzt
„Türkei bombardiert – RHEINMETALL produziert und exportiert“
Am 8. November besetzten rund 30 deutsche, türkische und kurdische Frauen die zentrale Geschäftsstelle des Düsseldorfer Rüstungskonzerns RHEINMETALL, in dem u. a. der Panzer Leopard 1 und 2 sowie das Maschinengewehr MG 3 produziert werden. Die Demonstrantinnen konfrontierten die Mitarbeiter der Firma mit Fotos von Menschen, die erst wenige Tage zuvor mit Giftgas und Panzern durch die türkische Armee ermordet wurden. Drinnen wie vor dem Gebäude wurden Slogans wie „Rheinmetall produziert, Türkei bombardiert und exportiert“, „Für die Macht der Reichen gehen sie über Leichen“ oder „Deutsche Panzer raus aus Kurdistan“ gerufen.
Gefordert wurde von den Demonstrierenden die Einstellung der Waffenproduktion und des Rüstungsexports in die Türkei. Die herbeigerufene Polizei zerrte die Protestierenden aus dem Gebäude und erteilte Platzverweise. Bei diesem Einsatz wurde eine Frau am Handgelenk verletzt und eine weitere Frau brach zusammen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.
In einer Erklärung der kurdischen Fraueninitiative „Stoppt den Krieg, stoppt die Rüstungsexporte!“ werden die Gründe für die Besetzung von RHEINMETALL ausführlich dargelegt. So schreiben sie u.a.: „Seit den 90er Jahren werden diese Waffen [Maschinengewehre, Kampfpanzer] im Krieg gegen die kurdische Bevölkerung eingesetzt. Im März 2010 versprach Bundeskanzlerin Merkel erneut, weitere 56 Leopard2-Panzer an die Türkei zu liefern. Es steht außer Zweifel, dass diese auch gegen die Zivilbevölkerung in Kurdistan eingesetzt werden.“
(Erklärung v.8.11.2011/Azadî)