aktion
Recht der Kurden auf Selbstbestimmung
Veranstaltung mit Rechtsanwalt Mahmut Sakar
Am 6. Mai veranstaltete die Regionalgruppe der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen (VDJ), der Flüchtlingsrat Düsseldorf und AZADî im Düsseldorfer Kulturzentrum ZAKK eine Vortragsveranstaltung über das „Recht auf Selbstbestimmung für die Kurden“. Mahmut Sakar, Rechtsanwalt und ehemaliger Vorsitzender des Menschenrechtsvereins IHD Diyarbakir, beleuchtete die verschiedenen Aspekte des Themas: die historischen und aktuellen Hintergründe für die Forderung nach Selbstbestimmung, die Möglichkeiten, ein solches für die Kurden in der Türkei zu erreichen insbesondere mit Blick auf die geplante Reform der türkischen Verfassung, eine vergleichende Darstellung der Situation der Kurden in der Türkei mit jenen in den Nachbarländern Syrien, Iran und Irak hinsichtlich der Frage, ob und inwieweit die inhaltlichen Vorstellungen über eine Selbstbestimmung übereinstimmen. Schließlich thematisierte Mahmut Sakar die politischen Interessen der EU im Zusammenhang mit dem kurdisch-türkischen Konflikt und ging auf die Frage ein, ob die Kurden von ihr eine Unterstützung erwarten können. Nach dem Vortrag wurde u. a. die Bedeutung des jahrzehntelangen Kampfes der kurdischen Bewegung für Befreiung und Entwicklung der kurdischen Gesellschaft, die Kriminalisierung der Kurd_innen in Deutschland diskutiert und die Notwendigkeit, diese zu beenden. Wichtig sei die Unterstützung aller Bemühungen zur Lösung des Konflikts.
(Azadî)
TATORT KURDISTAN: Mitverantwortliche am Krieg transparent machen
Protestkundgebung am Brandenburger Tor / Bundesweiter Aktionstag am 1. September
„Der Krieg in Kurdistan wird international geführt und ist näher an uns dran, als viele glauben mögen. Während in der Region Kurdistan seit Jahrzehnten Widerstand geleistet wird, ziehen deutsche Unternehmen und die Regierung in Form von Rüstungsexporten oder der Finanzierung und dem Bau von Staudämmen nahezu unbehelligt ihre Profite aus diesem Krieg.“ Grund genug für die KAMPAGNE TATORT KURDISTAN, diese Politik mit einer Videoprotestkundgebung am Nachmittag des 8. Mai am Brandenburger Tor transparent zu machen, gerade auch, weil zahlreiche Rüstungsfirmen und schließlich die Bundesregierung ihren Sitz in Berlin haben. So habe Bundeskanzlerin Merkel erst Anfang April anlässlich ihres Besuchs in der Türkei die Lieferung von weiteren 56 Kampfpanzern aus deutscher Produktion zugesagt.
Ziel der KAMPAGNE ist es, „solchen Machenschaften entschlossen entgegenzutreten und die Verbindung zur ungelösten kurdischen Frage aufzuzeigen. Dazu gehört auch die Verwicklung deutscher Unternehmen z. B. in Energieprojekte und die Repression hier in Deutschland gegen die kurdische Bewegung und gegen kurdische Aktivist_innen.“
In den nächsten Monaten sind weitere Veranstaltungen zum Thema TATORT Kurdistan geplant. Als „vorläufiger Höhepunkt“ soll am Antikriegstag, dem 1. September, ein bundesweiter Aktionstag stattfinden.
Informationen hierzu: http://tatort-kurdistan.blog.de
und wer die Kampagne unterstützen möchte, kann dies per E-Mail tun:
TATORT_kurdistan@aktivix.org
(Azadî/aus Ankündigungsaufruf der Kampagne)
Auf nach Kurdistan!
Internationales Jugendfestival im September in Amed
Vom 19. bis 22. September wird in Amed (türk.: Diyarbakir) ein internationales Jugendfestival stattfinden, zu dem alle Jugendorganisationen und –kollektive weltweit eingeladen werden, um so den „gemeinsamen Widerstand gegen kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung voranzutreiben.“
Zur Mobilisierung des Festivals und im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltungstour zusammen mit GenossInnen und Freund_innen aus Kurdistan wurde über die aktuelle Situation in Kurdistan berichtet. Veranstaltungsorte waren Berlin, Hannover, Duisburg, Frankfurt/M. und Stuttgart.
Kontakt für das Jugendfestival:
amed.camp@aktivix.org
(Azadî/Mitteilung Amed-Camp, 14.5.2010)