AZADI infodienst nr. 89
mai 2010


 

kurdistan

 

Hinrichtungen und Ermordungen durch iranisches Regime

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur IRNA, wurden am 9. Mai im für Folter berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran fünf Gefangene hingerichtet. Es handelte sich um vier politische Gefangene, die wegen ihrer Zugehörigkeit zur „Partei für eine freies Leben in Kurdistan“ (PJAK) verurteilt worden waren: die Lehrer Ferzad Kemanger, Eli Heyderiyan und Ferhad Wekili sowie um die kurdische Frauenaktivistin Sirin Elem Hulu. Der fünfte Gefangene soll Mehdi Eslamian gewesen sein, der wegen der Zugehörigkeit zur Organisation TONDAR verurteilt wurde.
Ferner wurde bekannt, dass ebenfalls in Dallaho fünf Guerillas der PJAK von Agenten des iranischen Regimes ermordet worden sind. Diese Morde seien eine Kriegserklärung, für die ebenso Vergeltung verübt werde wie für die hingerichteten Gefangenen, erklärte die PJAK.
Die Hinrichtung der fünf Gefangenen sei auf einem Treffen zwischen Iran, Syrien und der Türkei beschlossen worden.

Weitere kurdische politische Gefangene sind zum Tode verurteilt:
Wegen PJAK-Mitgliedschaft Hebibulla Letifi, Rustem Arkiya, Zeyneb Celaliyan, Enwer Rustemi, Seyd Sami Heseyni, Seyd Cemal Muhemedi, Huzseyin Xizri und Hebibulla Gulperi Pur.
Von folgenden Gefangenen gibt es seit längerer Zeit keine Nachricht mehr:
Husen Xizri, Zeyneb Celaliyan, Qadir und Eziz Mihemedzade.
Im Jahre 2009 sind im Iran 388 Menschen hingerichtet worden.

(Azadî/ANF/ISKU, 9.5.2010)

 

PJAK: Woche des Widerstands!

Nach den Hinrichtungen sowie der Vergiftung kurdischer Guerillas und vor dem Hintergrund fortgesetzter Artillerieangriffe des iranischen Militärs, hatte die PJAK für den 9. bis 15. Mai 2010 eine Woche des „Widerstands und der Freiheit“ angekündigt und zu Serhildans (Volksaufständen) aufgerufen.

 

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