Aus CONTRASTE Nr. 176: Schwerpunkt Teil 3

WEIDENHOF / RIEPHOF

Gemeinschaftliches Projekt

mit aktuellem Finanzbedarf

Der Weidenhof im Rieper Moor bei Schneverdingen

wird seit 1973 nach den Prinzipien des biologisch-dynamischen

Landbaus bewirtschaftet. 1995 wurde

er von Heidjer Reetz, Franz Schumacher und Eckhard

Weber als Betriebsgemeinschaft übernommen, weil

die Vorbesitzer des Demeter-Hofes Konkurs

anmelden mußten.

 

Redaktion Bremen / Michael Fitschen - Bisher konnte aufgrund

von Schwierigkeiten bei der Klärung der Altschulden nur ein

Teil der Schulden übernommen und grundbuchlich abgesichert

werden. Ziel ist die ueberführung des

Hofes in einen gemeinnützigen Trägerverein. Die aktuelle

Finanzsituation ist durch den plötzlichen Ausstieg eines der

drei Teilhaber bedingt. Dieser Schritt führt zu einem

aktuellen Finanzbedarf von 50.000,- DM.

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Vielseitiges Konzept neben der Landwirtschaft

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Der Weidenhof ist mit einer Fläche von 58 ha Acker- und

Grünland sowie 18 ha Wald ausgestattet. Angebaut werden

Roggen zum Brotbacken und Hafer für die Fütterung

des Viehs sowie Gemüse und Obst. Zur Zeit gibt es zwölf

Milchkühe und einen Stier auf dem Hof, alles "alte

schwarzbunte Niederrinder", eine alte, robuste niederdeutsche

Rasse; daneben acht Schweine und dreissig Hühner. Aus

eigener

Produktion stammen das Roggenbrot,

gebacken im Lehmkuppelofen, die Wurstwaren und

Milchprodukte.

Der Weidenhof hat ein eigenes Energiekonzept für

sich entwickelt. 1997 wurde ein Holzvergaserkessel mit

Fernwärmenetz installiert. 1998 wurde als zweiter Schritt

ein mit Heizöl betriebenes Blockheizkraftwerk errichtet.

Dieses Konzept kann sich jeder auf dem Hof vorführen lassen.

Eine umfangreiche Beratung ist möglich.

Ganzheitliches Erleben wird für Schulklassen angeboten. In

einem separaten Gebäude befindet sich das Landschulheim mit

zwei Schlafräumen für 33 Kinder, einem

großen Saal, einer Küche und einem Waschraum. Die

Kinder Können durch die Mitarbeit in allen Betriebszweigen

den "Wert" landwirtschaftlicher Produkte selbst erfahren.

Zugleich ist der Aufenthalt auf dem Hof praktisch

erlebter Biologieunterricht, wo die Rolle und das

Zusammenspiel der verschiedenen Tier- und Pflanzenarten

beobachtet werden Können. Im Winter und Frühjahr liegt

der Schwerpunkt der Arbeit im Wald: Bäume werden gefällt,

Holz transportiert und neue Bäume gepflanzt.

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Soziales Engagement und Philosophie

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Seit Februar 1998 wird ein weiteres Projekt auf dem Hof

etabliert: "Menschen in schwierigen Lebenslagen" -

zum Beispiel sucht- oder psychisch kranke Menschen -

werden aufgenommen, um in der Hofgemeinschaft zu leben und

mitzuarbeiten. Beide Seiten Können gewinnen:

Die vielseitige, naturverbundene Arbeit wirkt heilsam;

auf dem Hof Können so arbeitsintensive Produktionsabläufe

beibehalten werden. "Wir wollen in der Gemeinschaft kein

`Inselbewusßtsein' entwickeln", so Heidjer

Reetz. "Wir verstehen uns vielmehr als Spiegel der

Gesellschaft. Das Single-Dasein nimmt heutzutage immer weiter

zu. Da bietet das Leben in einer frei gewählten Gemeinschaft

eine echte Alternative. Diese Lebensform ist eine

Chance, den Vereinsamungstendenzen in der Gesellschaft

entgegenzuwirken."

Pro Jahr werden ein bis zwei Seminare zu philosophischen

Themen durchgeführt. Die Treffen finden jeden ersten Samstag

im Monat statt. Ausgewählte Texte philosophischer und

anthroposophischer Literatur werden besprochen, nächstes

Thema: "Das reine Denken als individuelle Lebenskraft und als

sozialer Schulungsweg".

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Unterstützung ist möglich

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Es ist noch ein Platz in dem oben beschriebenen Wohnprojekt

frei - das Zimmer kann ab sofort bezogen werden. Jeder, der

die Angebote des Hofes in Anspruch

nimmt, trägt mit seinem Geld zum Bestehen des Hofes

bei. Spenden werden selbstverständlich in dieser Situation

auch gerne entgegengenommen. Darüber hinaus

bietet sich der Hof als transparente Geldanlage an!

Privatdarlehen werden mit 3% verzinst. Es wird eine

grundbuchliche Sicherheit geboten. So kann jeder mit etwas

Geld auf der hohen Kante direkt zum Bestehen des Hofes

beitragen.

Kontaktadresse:

Interessenten setzen sich unter Tel. (0 51 93) 97 00

26/-27 mit dem Weidenhof in Verbindung. Für ganz eilige die

Bankverbindung: Nr. 8436800, BLZ 2589136 , bei

der BFS Hannover.