Türkischer Außenminister wegen PKK in Syrien Aus dem heute stattfindenden Sicherheitsgipfel im Ministerpräsidialamt der Türkei zur Auswertung der jüngsten Vorfälle in der Provinz Hakkari hat sich ein Spontanbesuch der türkischen Außenministers in Syrien ergeben. Außenminister Abdullah Gül verließ den Gipfel vorzeitig, um nach Syrien aufzubrechen. In Ankara wird darüber gemunkelt, dass Gül das Nachbarland besucht, um die Beziehungen der Türkei zu Syrien zu verbessern, da die Türkei mit der Haltung der USA gegenüber der PKK nicht zufrieden ist. Der Sicherheitsgipfel war aufgrund des Bombenanschlages am 9. November in Semdinli und den darauf folgenden Ereignissen unter Vorsitz von Ministerpräsident Erdogan zusammen gekommen und dauerte zweieinhalb Stunden. Dabei wurde der Syrien-Besuch des Außenministers beschlossen. In Ankara wird vermutet, dass der Besuch mit der Existenz der PKK ins Südkurdistan (Irak) zusammen hängt. Die Türkei und Syrien scheinen sich wieder näher gekommen zu sein, nachdem die Verhandlungen mit den USA über die Bekämpfung der PKK auf irakischem Territorium für die türkische Seite unbefriedigend verlaufen waren. An erster Stelle der Tagesordnung bei Güls Reise nach Syrien soll die PKK stehen. In einer offiziellen Erklärung über den Sicherheitsgipfel heißt es lapidar, es habe eine Bewertung der Ereignisse in jüngster Zeit in Hakkari und Van stattgefunden. Die Entschlossenheit der Regierung sei ungebrochen, die Entwicklungen „in der Region“ würden weiterhin aufmerksam verfolgt. Quelle: ANF, 16.11.2005,
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