Von Susurluk nach Kopenhagen Die Angriffe gegen den kurdischen Fernsehsender Roj TV gewinnen mit jedem Tag eine neue Dimension. Die Ausfälle des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in Dänemark gegen den TV-Kanal sind zu einem Skandal geworden, in dem auch die USA ihre Finger mit im Spiel haben. Die US-Initiative zum Verbot von Roj TV machte gestern in den dänischen Medien Schlagzeilen. Die dänische Tageszeitung Politiken und der Fernsehsender TV3 veröffentlichten ein unter höchster Geheimhaltung stehendes US-Dokument an das dänische Außenministerium. Nach „Politiken“ setzen die USA die dänische Regierung unter Druck, damit Roj TV verboten wird. Die US-Forderungen sind identisch mit denen der Türkei. So wird die Beschlagnahmung des Eigentums des TV-Senders gefordert, der angeblich mit der PKK in Verbindung stehen soll. Weiter heißt es in dem Brief an das dänische Außenministerium, es stehe Dänemark nicht zu, einem TV-Kanal, der von Frankreich und England bereits verboten sei, eine Sendeerlaubnis zu erteilen. Roj TV sendet seit Februar 2004 von Dänemark aus. Zuvor mussten bereits die Vorgänger Med TV und Medya TV aufgrund diplomatischen Druck der Türkei den Betrieb einstellen. Quelle: ANF, 19.11.2005, ISKU |
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aus dem Türkischen |
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