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Globalisierung
Websites, Web-Radios, Web-TV zu den Protesten gegen den G8-Gipfel aus Evian, Lausanne, Genf, etc. mit Infos zu Grenzübergängen, Demos, Aktionen und diversen Antiglobalisierungs-Camps
Websites
Übersicht mit links in versch. Sprachen:
einzelne Bündnisse und Übersichten:
Villages/Camps:
Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung - hier sind Informationen die alle die nach Evian fahren kennen sollten bitte an Interessierte weiterleiten - Tipp: Informiert euch vorab über die Geographie der Region und die laufenden Initiativen! Alle wichtigen Links hier: http://www.nadir.org/evian Der folgende Bericht erfolgt nach einem Koordinationstreffen in Lausanne am Wochenende 10.-11. Mai. Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
Inhalt: Der G8 Gipfel rückt näher und die Situation rund um Evian hat sich in den
letzten Tagen enorm verschärft. Betrachten wir zuerst Lausanne, dann
Genf/Annemasse, dann wiederum wie sich das gesamte Szenario abzeichnet. A) Lausanne: 1. Mai Vorfall und politische Lage: Die beiden anti G8 Koordinationsplattformen hatten sich auf eine gemeinsame 1.
Mai-Demo geeinigt. Am Ende der Demo hatten die lokalen AnarchistInnen
eine"Black-Bloc-Theateraktion" vor, sie waren als schwarze Blöcke verkleidet und haben Pflastersteine aus Schaumstoff gegen ein Luxusgebäude geschmissen.
Schön und witzig, doch 3 unvermummte Gestalten bedienten sich zweier
Blumenstöcke die sie ins Schaufenster schmissen. Die Schaufenster gingen zu Bruch. Auch wenn der Schaden lächerlich war (im Vergleich z.B. zu dem was in Zürich am
gleichen Tag ablief), wurde der "Vorfall" genutzt um eine breit angelegte und
gut organisierte Hetze durch die Medien zu verbreiten, die Bevölkerung
abzuschrecken und die politischen Zusammenhänge - besonders die radikaleren -
innerhalb von Stunden fast völlig zu isolieren. Leider ziemlich erfolgreich. Die
Bürokraten der institutionalisierten Linken (Parteien, ATTAC...), die
ursprünglich (scheinbar) bereit waren auch in Lausanne AntiG8 Protest auf die
Strasse zu tragen, haben den Vorfall streng verurteilt und offiziell ihr
Vorhaben für den 1. Juni ganz nach Genf verlagert. Es bleibt offen wie sich die
Basis dazu verhalten wird, es sieht aber eher schlecht aus. Die Hysterie hat
sich in der kleinen Stadt mit 120.000 Einw. schnell verbreitet. Um einen
Eindruck zu geben: es gab ein öffentliches Infotreffen zwischen Polizei/Behörden
und lokalen Händlern, zu dem über 1000 kamen (500 konnten nur reingelassen
werden). Auf der anschließenden Pressekonferenz haben 2 Händler gemeint sie
seien bewaffnet und würden auf Demonstranten schießen, falls ihre
Schaufenster zu Bruch gingen, und solchen Statements stimmen Leute in Gesprächen
im Bus oder auf der Strasse tatsächlich zu. Am Wochenende wurde die neue Aufteilung in eine rote und eine gelbe Zone in der
Zeitung offiziell bekannt gegeben. Ursprünglich waren 2 von einander getrennte
rote Zonen geplant (um den Hafen und um Hotels im Stadtzentrum), nun wurden die
Übernachtungsorte zum Hafen hin verlegt, und um diese, sowie den Hafen mit den
Fähren nach Evian verläuft die neue rote Zone. Es ist also nicht mehr möglich
hier zu blockieren. Die gelbe Zone in der Proteste verboten sind, streckt sich
breit um die ganze rote Zone herum und kann bei Bedarf auch geschlossen werden.
Mit dem Einsatz von Containern zum Absperren wie in Genua/Göteborg ist zu
rechnen - wurde von der Polizei und der Presse erwähnt. Neben 500
Gipfeldelegierten sind in Lausanne übrigens auch die Vorsitzenden von IWF und
Weltbank untergebracht. Das Camp (oulala c'village) http://squat.net/contre-attaque wird stattfinden.
Die Verhandlungen über den Ort dauern noch immer an, aber dieser dürfte sich im
Westen der Stadt befinden. Hier wird an einer Struktur gearbeitet für
Übernachtung, Verpflegung und Aktionsvorbereitungen. Es wird aufgerufen,
Material mitzubringen (Küchen, Zelte,...), große Gruppen werden gebeten, sich
anzukündigen. Zwei weitere Anlaufpunkte sind zentral in der Stadt vorgesehen aber noch nicht
bestätigt (Adressen werden noch bekannt gegeben). Lausanne: b) Aktivitäten in Lausanne: B) Genf: a) Politischer Aspekt: Ganz andere Stimmung im Vergleich zu Lausanne. Die institutionalisierte Linke
hat hier mehr politisches Gewicht und konnte sich Räume erkämpfen bzw. Räume
wurden zugesagt. Um den Kontrast zu Lausanne zu veranschaulichen: Auf einer
Demo vor ein paar Wochen ist die Polizei heftig vorgegangen. Demonstranten, die
auf dem Heimweg waren wurden übel verprügelt und einer bekannten
Gewerkschafterin wurde aus nächster Nähe mit einem Flashball artigen Geschoß ins Gesicht geschossen. Die Polizei hat zuerst behauptet es seien die Demonstranten
untereinander gewesen, die sich geprügelt hätten, drei Tage
später hat sie den Vorfall dann zugegeben. Die linken politischen
Zusammenhänge haben hier gut reagiert. Es gab viel Empörung in der Bevölkerung - der Polizeichef musste zurücktreten. b) Geographie, Aktivitäten, Blockaden: Auf der rechten Uferseite liegen: der Hauptbahnhof, alle Institutionen (UNO,
WTO, WIPO, IOM etc.) und die Unterkünfte der ca. 2000-2500 Delegierten und des
G8 Personals. Das rechte Ufer wird am Sonntag den 1. (und in den Tagen davor)
zur militarisierten Zone werden. Die Leute, die am Bahnhof ankommen, werden
durch einen Polizeispalier (auf Amtsfranzösisch "couloir incitatif") auf die
linke Uferseite gebeten werden. Es gibt 5-6 Brücken die beide Uferseiten verbinden. Auf der linken Uferseite werden die Räume und der Ablauf der Proteste weiterhin
verhandelt. Hier wird der Großteil der Demonstranten erwartet und
hinmobilisiert. Eine Blockade von 13 Straßenkreuzungen (grenzübergreifend) würde den Zugang nach Evian über die südliche Seeseite tatsächlich blockieren. Diese Aktion wird von allen getragen, die Route der Großdemo führt genau an diesen Blockadepunkten entlang. Als weitere Blockadepunkte werden die 6 Brücken zwischen rechter und linker Uferseite vorgeschlagen und auf französischer Seite eine Kreuzung ("carrefour des chasseur"). Weitere Anlaufpunkte und Initiativen: Zum Ablauf des 1. Juni: Die Stadt Genf hat die Proteste erlaubt und dem Forum Social Lemanique eine
Menge Kohle zugesagt, am liebsten damit sie Konzerte am Stadtrand organisieren
und die Leute "beschäftigen".
Die Polizei und die Behörden versuchen alles, um die Demonstranten aus der Stadt
raus zu drängen. Der "au bout du monde"-Camport (gleichzeitig ihr
vorgeschlagener Busankunftsort) liegt weit außerhalb und von da aus wollen sie
die Demonstranten in Richtung Demoroute am Zentrum vorbei lotsen. In ihrer
Vorstellung wollen sie die Demonstranten auf die französische Seite drängen und
sie nicht mehr zurück kommen lassen. Nur die Genfer würden in Sonderbussen
wieder in die Stadt zurückgelassen werden. Die Demonstranten sind
selbstverständlich gegen diese Tendenz. Verhandlungen laufen noch immer.
Aktivitäten: jede Menge schaut auf den Webseiten! Wichtig noch: die Freitagsdemo am 30.5. Diese soll durch das
Institutionenviertel auf der rechten Uferseite gehen. Eine Art
Wanderkundgebung, um inhaltliche Akzente zu setzen. IOM, WIPO und WTO (für
freedom of movement, gegen das globale Migrationsregime, für freedom of
information, gegen Kapitalismus...). Voraussichtlich ab 11h (kann sich noch
ändern). Die Demo wird angemeldet und öffentlich angekündigt. Sie wird durch ein streng überwachtes Gebiet ziehen. Es ist der Wunsch der Organisatoren dass sie
friedlich abläuft (!). Die Teilnahme von Sans Papier-Kollektiven wird erwartet. C) Französische Seite Zu den Aktivitäten auf der französischen Seite gab es wenig Rückmeldung. Die AktivistInnen rechnen damit, dass sich hier sehr viele Leute ansammeln werden,
um an der Blockade/Demo in Richtung Grenze teilzunehmen. Bzw. dass viele von der
schweizerischen Seite in Richtung Frankreich gedrängt werden könnten. Camport und Räumlichkeiten sind zugesagt worden, keine gravierenden Probleme.
Die Vorbereitungen der Camps und Aktivitäten laufen auf Hochtouren. Das Klima
wird als günstig eingeschätzt trotz einer sehr verängstigten Bevölkerung, die ihre kleinen Ortschaften mit einer riesigen Anzahl an Polizei / Militär und Demonstranten gesprengt sieht. Die Camps VAAAG und Village intergalactique werden sich an den Blockaden
beteiligen. Bilder, Programm und weitere Infos unter www.vaaag.org. D) Indymedia und Radios Die Vorbereitungsarbeit der Medien- und KommunikationsaktivistInnen läuft gut.
Es wird mindestens 4 Orte zur Bearbeitung von Material geben. L'USINE und die
Maison des Association in Genf, die ziemlich nahe beieinander liegen, werden
dabei die Hauptanlaufstellen sein. Die Hauptziele ihrer Arbeit sind: Geplant sind die Zusammenstellung von Radio- und Videobeiträgen, öffentliche
Projektionen usw. Qualitativ wird bei diesem Protest versucht werden, mehr mit
Live-Übertragungen zu arbeiten, was Vorsicht und Feingefühl der
MedienaktivistInnen und Akzeptanz der Gefilmten voraussetzt... Einige freie und andere Radios werden zur Zeit der Proteste senden. Sie werden
wichtige Kommunikationsmittel sein. Breaking news alle 10 Minuten sind geplant,
und stündlich Infos (z.B. bei Radio Geneve auf 93,8 MHz). Alle sind dazu
aufgerufen kleine FM Radios mitzubringen (es gibt ganz kleine im Handel ab 8
euro mit Kopfhörer und einer kleinen Batterie - besorgt euch welche!). An der genauen Kommunikationsstruktur vor Ort wird noch gearbeitet. Alle
reinkommenden Informationen werden vor der Veröffentlichung überprüft werden
(sogenannter dispatch) damit keine wilden Gerüchte in Umlauf kommen. Politische Gruppen sind dazu aufgerufen, ihre inhaltlichen Beiträge (Video oder
Tonmaterial) mitzubringen, damit es ausgestrahlt werden kann. Ab Donnerstag den
29. wird die Infrastruktur aufgebaut und getestet. Am Sonntag
den 1. soll sie am meisten genutzt werden. Die Villages VAAAG und Intergalactique werden in Annemasse ein gemeinsames
Pressezelt als Anlaufstelle für die bürgerlichen Medien haben. Für Sonntag Abend ist ein öffentliches Nachtreffen aller Gruppen mit Presse zu
den bis dahin gelaufenen Aktionen angedacht, wahrscheinlich im l`Usine in Genf. E) Rechtshilfe Die Rechtshilfegruppen verstehen sich als unabhängige Gruppen und werden alle
verteidigen.
Es wird Anwälte, Antirep-Gruppen (EA) und zivile BeobachterInnen (legal
observers) geben. Die zivilen BeobachterInnen werden der Polizei namentlich
bekannt sein, um ihnen möglichst viel Zugang, auch in Krankenhäuser, und Rechte
zu verschaffen.
Die Antirep-Gruppen setzen sich dafür ein, dass bei Verhaftungen die Polizei den
Verhafteten die Anti-Rep-Nummer systematisch gibt. Das gleiche auch in
Krankenhäusern. Die BeobachterInnen versuchen das Recht durchzukriegen
Übergriffe filmen zu dürfen. Gemeinsame Infobroschüren für Genf und Lausanne
werden auch bald verteilt, im Netz befinden sich bereits Infos.
In Frankreich und in den verschiedenen Schweizer Kantonen sind die Gesetze
manchmal unterschiedlich. Eine Antirep-Nr für Genf steht fest: 079-4631789 (mobil - eine Festnetznr wird
bald durchgegeben). In Lausanne wird es verschiedene Antirep-Nummern für versch. Sprachen geben. F) Medizinische Hilfe Von den Sanitätsgruppen wird noch eine Broschüre veröffentlicht (franz.: "Für mehr Autonomie in der ersten Hilfe", unklar ob auch auf deutsch). Es wird
Demo-Sanis geben. Kontakt: medicstreet@no-log.org. G) eine politische Auswertung des Protestszenarios Die Mobilisierung könnte deutlich kleiner ausfallen als sie noch Anfang März
mitten in der Antikriegseuphorie eingeschätzt wurde. Die Polizei wird massiv
präsent sein. Auf zusätzliche Polizisten aus Deutschland hat die Schweizerische
Regierung verzichtet, dafür die Wasserwerfer angenommen. Die kursierenden Zahlen
in der Presse sind: 4800 Polizisten, 5600 Soldaten auf CH Seite, 10.000 auf französischer Seite. Betrachtet Mensch Lausanne/Genf und Annemasse in gleichem Rahmen, dann ist den
Behörden eine politische und geographische Trennung gelungen. In Lausanne sind
die radikalen Zusammenhänge isoliert und 2 Blumentöpfe in einem Schaufenster
genügten, um die gesamte Bevölkerung gegen die Demonstranten aufzuhetzen.
Während in Genf, die Empörung der institutionalisierten Linken genügt, um den
Polizeichef zum Rücktritt zu zwingen, wenn die Polizei einer Gewerkschafterin
ins Gesicht schießt. In Lausanne riskieren wenige Demonstranten vor vielen Bullen zu stehen.
In Genf ist die Blockade des südlichen Zugangs nach Evian bereits im Vorfeld
politisch gelungen. Die Polizei hat sich diese Route für den Transport der
Delegierten wahrscheinlich längst abgeschrieben. Obwohl die effektive Blockade
nicht unbedingt garantiert ist wenn die Gewerkschaften/ATTAC usw.
früh am Sonntag dem 1. nach Hause fahren sollten, da die offizielle Eröffnung
des Gipfels erst Sonntag Abends stattfindet. Die Behörden setzen jetzt alles
ein, um die Demonstranten aus der Stadt zu drängen und mit Großevents zu
beschäftigen. Immerhin ist die Zusammenlegung der Großdemo und der Blockaden auf
den gleichen Tag am gleichen Ort ein Erfolg. Die Erfahrung der
Demonstranten in der antiautoritären, horizontalen Selbstverwaltung der Camps,
der Blockadendurchführung, der Infrastruktur usw. ist bereits sehr wertvoll. Die Eröffnung des G8 Gipfels wird am 1. Juni um ca. 19h sein, doch tagsüber
müssen die Funktionäre bereits nach Evian gebracht werden, d.h. Blockaden ab
Vormittag sind notwendig. Schröder, Bush, Chirac, Blair usw. werden mit
Hubschraubern eingeflogen werden. Auch die Delegierten, die in Lausanne
übernachten, können nicht blockiert werden. Bleiben die 2500 Delegierten/G8-
Funktionäre, die in Genf übernachten. Sie können nicht alle auf Fähren nach Lausanne gebracht werden (eine Fähre braucht 3 1/2 Stunden von Genf nach Evian)
und auch nicht alle per Hubschrauber geflogen werden. Mehrere Hundert müssten
also per Bus (oder Zug?) von Genf nach Lausanne (eventuell nach Morges - ein
Hafen 10 km vor Lausanne) gefahren werden. Blockaden auf dieser Strecke sind
also scheinbar die einzige Möglichkeit den G8 Gipfel im Ablauf wirklich zu
beeinträchtigen. Die Polizei könnte den Transport der Delegierten im Buskonvoi
machen, da es tropfenweise sehr aufwendig sein könnte, aber das liegt alles im
Bereich der Spekulation und wird nur sehr kurzfristig deutlich werden... Die Bevölkerung (sowohl in Lausanne als auch in Genf und Annemasse) steht dem G8
nicht unbedingt sympathisch gegenüber, viele lehnen Kriege und die Politik des
G8 ab, aber die Bürger haben Angst. Viel Angst. Angst vor Gewalt die ihnen über
Wochen über die Medien eingehämmert und angekündigt wurde. Angst,
dass ihre Städtchen in Schutt und Asche gelegt werden. Die lokalen Behörden
haben bewiesen, das sie mit 3 Provokateuren (?) und 2 Blumentöpfen in einem
Schaufenster die Isolierung und Kriminalisierung erfolgreich erreichen.
Verbarrikatierte Läden sollten uns nicht wundern. Geht also auf die Bevölkerung
zu, redet mit den Leuten, sagt ihnen warum ihr da seid. Ein "sauberer Ablauf"
der Aktionen könnte gut ankommen. Die Einschätzung von einigen auf dem Treffen in Lausanne war also, dass die
beste übrige Option folgende ist: sich in Lausanne tendenziell aus der Stadt
heraus zu bewegen, sich auf Blockaden zu konzentrieren und diesen einen Ausdruck
des Zivilen Ungehorsams / kreative gewaltfreie direkte Aktionen zu
geben, der Spaß machen könnte und gleichzeitig politisch eine starke Botschaft
vermittelt. Alles andere ist bereits einkalkuliert und wird wie am 1. Mai im
Hundertfachen ablaufen! Mensch sollte sich unbedingt bewusst sein, dass in Lausanne die politische
Deckung, die Medienpräsenz und die Strukturen schwächer sind als in Genf. Aber
es bedeutet auch nicht, das die Polizei schußfrei vorgehen kann.
Die politischen Strukturen (Camp, Anlaufstellen, aktive Leute) sind beschränkt,
aber wenn genügend nach Lausanne kommen, könnten sehr gute Sachen vorbereitet
werden. Die Frage bleibt offen ob die AktivistInnen die Dynamik für einen
"sauberen Ablauf" im Griff behalten können. Die Polizei wird auf den Einsatz von Provokateuren sicherlich nicht verzichten. Die lokalen AktivistInnen wirken leider auf der Defensive. Die Gipfel-Dynamik
ist so stark, dass es in der öffentlichen Diskussion nur noch um den
"technisch-militärischen" Ablauf geht (rote Zone, Zahl der Bullen, Gas, Gewalt, ...) und es sehr schwer wird politische Inhalte zu vermitteln. H) noch was zur Kommunikation Es gibt Überlegungen zur Kommunikation zwischen den Camps und den
Anlaufstellen während den Aktionstagen. Jedoch ist die Lage sehr
dezentralisiert, die meisten reisen spät an. Bis die Informationen durchsickern,
alle erreicht haben und die Gerüchte beseitigt sind, wird wohl leider sehr viel
Zeit vergehen. Treffpunkte, Uhrzeiten und Ablauf sollten also für alle so früh
wie möglich klar sein. Informiert euch im Vorfeld so gut es
geht, reist so früh es geht an, informiert euch und euer Umfeld, legt euch so
früh es geht auf einen Ort fest. Verlasst euch nicht nur auf Entscheidungen in
letzter Minute. Versucht keine Gerüchte zu verbreiten und Ruhe zu bewahren.
Die Vorbereitungen/Absprachen und Koordination wird innerhalb der Camps am
besten verlaufen. I) weitere Tipps und Infos Homepage: http://www.nadir.org/evian
[indymedia.de, von tod@s somos mafalda - 14.05.2003 12:53]
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