Die CDU hat es wieder einmal geschafft,
mit einer rassistischen Kampagne an
den Rassismus in der deutschen Bevölkerung anzuknüpfen.
Die Landtagswahlen in Hessen wurden auf den Rücken der Nicht-Deutschen
gewonnen, die rot-grüne Bundesregierung hat ihren Gesetzesentwurf zur
Teileinführung der doppelten UntertanInnenschaft zurückgezogen.
Und in die lange Kette rassistischer Morde reiht sich der Tod des Algeriers
Omar Ben Noui, der am 13. Februar einer Hetzjagd deutscher Jugendlicher
in Guben zum Opfer fiel.
Deutscher Rassismus
Ermutigt wurden die Täter von Guben nicht zuletzt auch durch den Rassismus
des deutschen Staates. Durch diskriminierende Sondergesetze für als 'fremd'
definierte Nicht-Deutsche. Durch eine Asylgesetzgebung, die es unmöglich
macht, in Deutschland Schutz vor Verfolgung, Folter und Tod zu finden. Durch
den BGS, der an der deutschen Ostgrenze Jagd auf als 'illegal' bezeichnete
Menschen macht. Durch Medien und Bevölkerung, die an Gerhard Schr"ders 'raus
aber schnell', bezogen auf angebliche 'kriminelle AusländerInnen', nichts
auszusetzen haben und noch härtere Gesetze fordern.
Proteste der KurdInnen
Der Ruf nach Abschiebungen von 'GewalttäterInnen' wurde bei den Protesten der
KurdInnen nach der Verhaftung Öcalans wieder laut. Daß die Gewalt in Form
von Gesetzen und deren mörderischen Folgen vom Staat ausgeht, wurde dabei
nicht thematisiert. Nur am Rande warnten einige Stimmen, daß die KurdInnen
in der Türkei die Gewalt des türkischen Staates erwartet, der mit deutscher
Unterstützung (Waffenlieferungen & Diplomatie) einen rassistischen Krieg
gegen sie führt.
Doppelte UntertanInnenschaft
Mit der Behauptung, die 'kurdischen GewalttäterInnen' könnten nach dem
Regierungsentwurf zur Neuregelung des UntertanInnenrechts eingebürgert
werden, schürt die CDU rassistische Ängste in der deutschen Bevölkerung.
Wie bei der 'Das Boot ist voll'-Paranoia kümmern sich CDU und 'Volk' dabei
wenig um Fakten: Regierungsrassist Otto Schily hat in seinem Gesetzesentwurf
natürlich daran gedacht, die Einbürgerungen mit einigen Bedingungen zu
verknüpfen. Deutsche werden dürfen nur jene, die sich unauffällig verhalten,
anPASSen und dem Staat nicht auf der Tasche liegen. Die Teileinführung der
doppelten UntertanInnenschaft sollte ja nicht aus reiner
Menschenfreundlichkeit geschehen, sondern war immer eine Kosten-Nutzen-
Rechnung. Und eine rassistische: Wer zumindest die gleichen Rechte wie
deutsche StaatsbürgerInnen in Anspruch nehmen möchte, soll sich auch
'deutsch' verhalten.
Warum sich Menschen auf einem bestimmten Flecken Erde den Bedingungen und
Verhaltensregeln unterwerfen sollen, die andere, 'einheimische' Menschen
aufstellen und praktizieren (und die wohl nicht naturgegeben sind), diese
Frage wird nicht gestellt.
und die CDU
Der Standpunkt der CDU ist radikaler als der der SPD: bei den
ChristdemokratInnen wird in jedem Fremden eine potentielle Gefahr für die
Nation gesehen, besonders bei denen, die noch anderen Staaten angehören:
zwei Herzen könnten ja nicht in der Brust eines Menschen schlagen, mensch
könne ja nur ein Land lieben. Weil das Zusammenleben in einem Staat von
der CDU mythisch verklärt wird, haben die UntertanInnen sich auch gefälligst
gleich zu verhalten.
Stoppt den Rassismus des deutschen und türkischen Staates
Gegen die Einteilung von Menschen in In- und AusländerInnen
Jede rassistische Kampagne verhindern - Die CDU bekämpfen
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