Webjournal zum Flüchtlingskongress vom 21. April bis 1. Mai in Jena zurück | back

1. Mai: Courage zeigen - nicht im Gleichschritt marschieren

Presse-Mitteilung Mittwoch, 19. April 2000 1. MAI: COURAGE ZEIGEN - AUFRECHT GEHEN - NICHT IM GLEICHSCHRITT MARSCHIEREN! Angesichts der weiteren Zuspitzung ultrarechter Aktivitäten verbreitert sich der Kreis derer, die die Demonstrationen und Aktivitäten am 1. Mai in Jena und Weimar unterstützen. So hat heute (19. April) der DGB-Landesvorstand über die Entwicklung diskutiert und sowohl seine Unterstützung für die Demonstration gegen die NPD in Weimar als auch der Flüchtlingsdemonstration in Jena beschlossen. Der Übergriff am 14. April in Jena-Lobeda gegen einen Bürger aus Zaire und das über das Internet verbreitete Steckbrief eines Gewerkschaftssekretärs aus Gera mache deutlich, dass es nicht um das Ansehen von Städten gehen könne, sondern um die Existenz einzelner Menschen und Gruppen und der Demokratie. Der Wahlsieg des rechten Bündnisses am vergangenen Sonntag in Italien zeige wie schnell eine verfehlte Politik und Tatenlosigkeit dazu führen könne, dass Postfaschisten auch Wahlerfolge erzielen können. Dass in diesem Land sich neofaschistische Strukturen entfalten können und Menschen auf Grund ihrer Herkunft und/oder politischer Überzeugungen um ihr Leben fürchten müssen, sei Ergebnis einer fehlenden breiten Auseinandersetzung mit den Ursachen von Rassismus und Rechtsentwicklung. Wenn dem Thüringer Innenministerium nun nichts anderes einfällt als das Mittel der Repression, sei es vorprogrammiert, dass eine konspirativ arbeitende Neonazi-Szene in ihren Strukturen stabilisiert werde. Der Staat müsse einerseits rassistisch und rechtsmotivierte Verbrechen stärker als bisher ahnden, BürgerInnen schützen und auch die Entwicklung von Gegenkonzepten unterstützen. Nur wenn, das BürgerInnen-Engagement in den Wohngebieten, Schulen, Universitäten, Vereinen und Betrieben gefördert werde, gäbe es die Chance, Menschen davon abzuhalten sich rassistischen und neonazistischen Orientierungen anzuschließen. Kein Mensch und auch keine Organisation, die gegen soziale Ausgrenzung und für solidarische und demokratische Verhältnisse einstehe, dürfe tatenlos zusehen wie die VertreterInnen von Hass, Rassismus und Gewalt die Strassen und die Köpfe erobern. Soziale und humanistische Politik in einem Land mit starkem rechten Einfluss sei nicht machbar. Daher seien die BürgerInnen, ob BankangestellteR, VerkäuferIn, ArbeiterIn oder Auszubildender, ÄrztIn, SchülerIn oder StudentIn, aufgerufen, sich am 1. Mai an den Aktionen gegen die Rechtsentwicklung und für die Rechte der Flüchtlinge zu beteiligen. Erklärte Angelo Lucifero, Sprecher der LAG Antifaschismus/Antirassismus Thüringen und Landesvorsitzender der Gewerkschaft hbv Thüringen gegenüber der Presse. Demonstrationstermine: Jena, 1. Mai, 10 Uhr, ab Eichplatz Weimar, 1. Mai, 12 Uhr, Markt (am Rathaus) Text Ende Kontakt: Angelo Lucifero, 0172 3605751 und 0361 6599830 c Nähere Infos unter http://www.lag-antifa.de THÜRINGER NEONAZIS IM INTERNET http://www.freenet.de/kamgera Kameradschaft Gera http://www.npd-thueringen.de http://213.198.2.133 Thüringer Heimatschutz http://meinungsfreiheit.de Rudolf Hess Seite http://go.to/bloodandhonour http://www.whiteyouth.de Geras Nazis im Netz One race - human race Besuchen Sie uns: http://www.dgb-bwt.de

 

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