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| Webjournal zum Flüchtlingskongress vom 21. April bis 1. Mai in Jena | zurück | back |
Informationsveranstaltung zu Vertriebenenverbänden am 26. April, 19.00 Uhr, Friedrich-Schiller-Universitaet Jena, Carl-Zeiss-Str. 3, Raum 206
Am 26. April wird der Autor und Journalist Samuel Salzborn in Jena zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Vertriebenenverbände sprechen.
Die 1945 aus Polen und Tschechoslowakei umgesiedelten Deutschen ("Vertriebene") waren Maulwuerfe, weil sie - um "Lebensraum im Osten zu gewinnen" - Wuehlarbeit an den Grenzen des deutschen Reiches leisteten. Die Nazis selbst sprachen von einem "Brueckendienst von Volk zu Volk und von Staat zu Staat", den die "deutschen Voksgruppen" zu leisten haetten (Werner Hasselblatt, Vorsitzender des Verbandes deutscher Volksgruppen, 1935). Die Umsiedlung nach dem alliierten Sieg ueber Deutschland erfolgte gemaess dem Potsdamer Abkommen. Von "Vertriebenen" und "Vertreibung" spricht man erst seit der Gruendung entsprechender Verbaende, die die "Rückgabe der Ostgebiete" fordern.
Zu ihnen gehoert auch die "Interessengemeinschaft Wiedervereinigung Gesamtdeutschlands" (IWG), die zuletzt in Erfurt fuer das "Recht auf Heimat" demonstrierte. Hinzu kommen Veranstaltungen der "Landsmannschaft Ostpreussen" und der "Jungen Landsmannschaft Ostpreussen", die in letzter Zeit gehaeuft stattfinden. Hieran zeichnet sich eine zunehmende Verzahnung zwischen Vertriebenenverbänden und jungen Neonazis ab. Die IWG hat auch in Jena eine Demonstration angekuendigt.
Mit dem Ziel, die inhaltliche kritische Auseinandersetzung mit den sogenannten "Heimatvertriebenen" voranzubringen, organisiert die Antifaschistische Hochschulgruppe am 26. April eine Informations- und Diskussionsveranstaltung. Es referiert Samuel Salzborn. Er ist freier Journalist (u.a. fuer die Wochenzeitung Jungle World) und hat vor kurzem "Grenzenlose Heimat" - sein neues Buch zu den Vertriebenenverbaenden - veröffentlicht.
Antifaschistische Hochschulgruppe Jena
c/o Schillergäßchen 5, 07745 Jena
Email: antifahg_jena@hotmail.com
Internet: http://www.japs-jena.de/antifahg
Vorankuendigung: Am 8. und 9. Mai werden in Zusammenarbeit mit dem DGB-Bildungswerk Thueringen zwei Veranstaltungen zu Burschenschaften stattfinden. Am 8. Mai spricht Alexandra Kurth zur Geschichte studentischer Verbindungen und am 9. Mai Volkmar Wölk zu Burschenschaften und "Neue Rechte".
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