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Lateinamerikanische MigrantInnen und der Kampf zur Verteidigung ihrer Rechte

An die, die es angeht

Am 16. März 2000 fand in Berlin das Seminar "Lateinamerikanische MigrantInnen und der Kampf zur Verteidigung ihrer Rechte" statt. Daran haben sich etwa 50 Personen - mehrheitlich Frauen - beteiligt. Unter ihnen waren Vertreterinnen von verschiedenen Organisationen, die sich mit der Problematik der lateinamerikanischen Migrantinnen beschäftigen.

Auf dem Seminar wurden folgende Themen diskutiert:

- Lebensbedingungen und spezifische Problematik der lateinamerikanischen Migrantinnen in Deutschland, ihre rechtliche, laborale, gesundheitliche, soziale und kulturelle Lage.

- Politische Vorschläge zur Verbesserung der Lebenssituation von Migrantinnen. Die internationale Debatte zum Thema Migration, Ausländer-Gesetze und mögliche Lösungsalternativen.

Nach der Darstellung der Thematik und der Debatte gab es folgende Übereinkünfte:

  1. Das Projekt zur Reform des Artikels 19 des Ausländer-Gesetzes zu den folgenden Punkten zu unterstützen:
  2. Wir sehen es als politische Notwendigkeit, dass die deutsche Regierung die Erziehung der Kinder garantiert, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Wir erwarten, dass die deutsche Regierung sich an die internationalen Kinder-Charta hält, wie andere europäische Länder auch.

  3. Wir fordern, dass sich - wie in anderen EU-Ländern auch - die Legalisierung von denjenigen Menschen durchsetzt, die ohne Papiere leben. Wir erwarten ebenso, dass sie die Möglichkeit bekommen, einen Arbeitsvertrag zu erhalten, der ihnen die Selbstfinanzierung garantiert und es ihnen so ermöglicht, einen unbegrenzten Aufenthalt zu erlangen und damit die volle rechtliche Integration zu erleichtern.
  4. Alle AusländerInnen sollen einen garantierten Zugang zu einer anonymen gesundheitlichen Versorgung haben und die Möglichkeit bekommen, sich einer Krankenkasse anzuschliessen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

  5. Eine Beschleunigung des Asyl-Prozesses im Sinne derer, die Asyl beantragen, ohne das Recht auf Einspruch zu begrenzen. Wir eine Verbesserung der Lebensbedingungen von denen, die auf den Abschluss ihres Asyl-Verfahrens warten, indem man die Residenzpflicht in Flüchtlings-Lagern abschafft und allen das Recht zur freien Bewegung und Wohnungswahl gibt; ebenso fordern wir die Möglichkeit, in dieser Zeit eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung zu bekommen.

Für Eine Kulturvolle Solidarische Welt e.V.
Xochicuicatl e.V. (Lateinamerikanischer Frauenverein)
La Calaca e.V.
Asosiación Cultural Gabriela Mistral
Für eine linke Strömung (FelS)
Guatemala Comité
Zeitschrift "Arranca"

 

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