Webjournal zum Flüchtlingskongress vom 21. April bis 1. Mai in Jena zurück | back

Ohne Utopie und ohne kollektive Visionen

Im Westen, so wird suggeriert, soll jeder nach seinen persönlichen Vorstellungen entscheiden.

Ohne Utopie und ohne kollektive Visionen läuft die Linke Gefahr, auf ein Nichts reduziert zu werden, denn der Einzelne ist in Wirklichkeit in dieser Gesellschaft nichts. Diese westliche Vorstellung von Demokratie und Freiheit wird in unserer Gesellschaft durch die Massenmedien, (alle wichtigen Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Verlage, usw. sind in den Händen der transnationalen Konzerne), die Filmindustrie (Hollywood ist die größte Traumfabrik oder Schmiede der Öffentlichen Meinung) aber auch durch die unzähligen NGO´s und Linksgruppen, die imperiale Solidarität ausüben, unreflektiert übernommen und weiter verbreitet. Viele, nicht alle, sind die beste troyanischen Pferde des westlichen Verständnis der Demokratie, der Freiheit und, und, usw. Scheinbar ehrliche und aufrichtige Kampfziele, wie die Frauenfrage, Kampf um die Natur, Hilfe für Indianerstämme usw., tragen in sich aüßerst gefährliche Elemente, die sich am Ende als tödlich entpuppen. Die Yanomanis im Amazonas werden kaum noch ein paar weitere NGO´s verkraften. Die Strassenkinder in Brasilien werden sich weiter unter der Obhut der NGO´s vermehren. Die haben es gelernt, aus unserem Schmerz eine Industrie zu machen und aus Entwicklungshilfe eine neokoloniale Kette.

Es ist das Geschäft mit der Hilfe, sich mit Spenden so etwas wie kollektives Bewußtsein und Unschuld zu erkaufen, was mit Solidarität überhaupt nichts zu tun hat. Unsere Aufgabe ist es, diese neuen Formen der Zerstörung unserer Identität und Demobilisierung unserer Volksbewegungen zu entlarven und die Institutionalisierung der Korruption unserer Befreiungsbewegung und unserer besten Leute zu bekämpfen.

Beispiel 1: Zur Zeit eines Volksaufstandes haben viele NGO´s Aktionen gestartet, um das mobilisierte Volk mit einem Liter Milch, Mittagessen, Kleidung usw., zu versorgen. Das Volk war den ganzen Tag damit beschäftigt, sich an die Schlange zu stellen, um an solche Tickets zu kommen. Nach drei Tagen dachte keiner mehr an den Volksaufstand. Die Befreiungsbewegung tötete die Frau, die dieses Projekt im unbewußtem Auftrag des Imperialismus durchführte und wurde sofort vom allen Linken, Menschenrechtsorganisationen und der Presse des Imperiums diskreditiert.

Beispiel 2: Nachdem eine Befreiungsbewegung den Frieden “verhandelte”, wurde sie mit “sozialen” und Umwelt - Projekten geködert und alle der besten Leute regelrecht gekauft.

Schluß damit!!!!

Für Gerechtigkeit innerhalb der Solidarität!

Danke an alle, die unserer Kampf untertützen! Ohne sie wäre unser Kampf viel schwieriger.

 

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