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(aus dem Polizeibericht:)

Langerwehe - Zu einer tätlichen Auseinandersetzung kam es am vergangenen Samstag auf dem Langerweher Bahnhof. Acht Angehörige der Rechten Szene, die die Wehrmachtsausstellung in Bielefeld besuchen wollten und eine 20-köpfige Gruppierung gerieten aneinander.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurden die glatzköpfigen Bahnfahrer gegen 07.00 Uhr von der plötzlich aufgetauchten, vermummten Personengruppe mit Baseballschlägern angegriffen. Während der Auseinandersetzung soll einer der Angreifer ein Leuchtspurgeschoss abgefeuert, dabei jedoch niemanden getroffen haben. Noch vor Eintreffen der alarmierten Polizei konnten die 20 Personen flüchten. Die vermeintliche Wehrmachtsausstellungsbesucher mussten mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Hier wurden ihre Kopfverletzungen ambulant behandelt. Konkrete Täterhinweise gibt es derzeit keine; das Polizeipräsidium Aachen, Staatsschutz, hat als in dieser Angelegenheit zuständige Behörde die Ermittlungen aufgenommen.

[Anmerkungen:] Bei den "acht Angehörigen der Rechten Szene" dürfte es sich um Mitglieder der neonazistischen "Kameradschaft Aachener Land" handeln, die sich zuvor bei dem Langerweher Rene Laube versammelt hatten, um zu einem Naziaufmarsch in Bielefeld anzureisen. Vor einigen Wochen hatte ein augenscheinlich dieser "Szene" Zugehöriger offenbar völlig grundlos in Langerwehe eine junge Schülerin mit einem Messer angegriffen und verletzt. Langerwehe gilt als eine Hochburg der Neonazis in der Region. Allerdings ist die "Kameradschaft Aachener Land" auch in den eigenen Reihen keineswegs unumstritten, u.a. wegen des teils erheblichen Drogenkonsums ihrer Mitglieder.