-->aktuell
antifaschistische nachrichten aus hochschule, aachen und rest der welt

Auch zu Beginn dieses Sommersemesters hat die neofaschistische Burschenschaft "Libertas Brünn" wieder 'angemessene' Redner zu Vorträgen zur "Villa am Hofe", Muffeter Weg 15, eingeladen.

Am 11. Mai referierte Horst Hensel zu seinem Lieblingsthema "Sprachverfall und kulturelle Selbstaufgabe". Für seine Arbeit dazu war er in der pseudo- intellektuellen, neofaschistischen "Junge Freiheit" umjubelt worden. Hensel ist Vorstandsmitglied im "Verein Deutsche Sprache" (VDS), der sich so gerade noch in der Grauzone zwischen deutschtümelndem Konservatismus und Neofaschismus tummelt.

Am 17. Mai trat mit Konrad Löw ein Redner auf, der von 'normalen' Menschen nur als Spinner bezeichnet werden kann. Löw ist über die neofaschistische Kaderschmiede "Studienzentrum Weikersheim" hinaus vor allem im sektenorientierten Esoterik-Lager ansässig. Sein weltbewegendes Thema: "Marx und Marxismus - eine deutsche Schizophrenie".

Auffällig ist, daß die "Libertas Brünn" diesmal keine exponierten Neonazis, sondern lediglich 'Hinterbänkler' eingeladen hat. Welche Strategie auch immer dahintersteckt, es bleibt abzuwarten, wie lange die "Liberten" sich solche bescheuerten Referate antun - die im letzten Jahr geladenen NPD-Spitzen- funktionäre Jürgen Schwab und Horst Mahler waren für die Faschisten am Muffeter Weg sicher angenehmer zu hören...

Beide Veranstaltungen fanden übrigens wie fast immer ohne hausexternes Publikum statt.

Weitere Informationen:
Verein Deutsche Sprache e.V.
Konrad Löw
esoterisch-sektenorientierter Neofaschismus