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antifaschistische nachrichten aus hochschule, aachen und rest der welt

"Hinsehen, handeln, Hilfe holen. . ." meint ein Slogan der Kölner Polizei. Da half sich eine Gruppe von Kölner Ausländern am Wochenende lieber selbst: Nachdem zehn Rechtsradikale Samstagnacht an der Straßenbahnhaltestelle Rudolfplatz einen Farbigen angegriffen hatten, schlossen sich ausländische Passanten spontan zusammen - und jagten ihre panisch flüchtenden Angreifer durch die Stadt. Es flogen Steine und Flaschen. Die Nazis waren gegen 0.40 Uhr aus der Linie 1 vom Neumarkt kommend ausgestiegen und hatten den 25-jährigen mit "Negersau" beschimpft und dabei den Hitlergruß gezeigt. Dazu skandierten sie dumme Sprüche wie "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutschen". Andere Ausländer griffen ein und trieben die jungen Deutschen in die Flucht. Eine aufgeschreckte Anwohnerin der Engelbertstraße berichtet: "Bestimmt 40 Leute rannten hinter den Nazis her und riefen >Nazis raus!< und >Wir sind hier nicht im Osten, wir sind hier in Köln.< Die ganze Straße war voll." Die Täter hatten versucht, vom Habsburgerring aus mit Taxen zu flüchten. Als einer der Wagen vor einer roten Ampel hielt, wurde er von circa 15 Verfolgern umringt. Sie schlugen und traten gegen das Fahrzeug, bevor Streifenwagen der Polizei eintrafen. Die Polizei nahm sieben Rechtsradikale fest. Gegen die 17- bis 23-jährigen aus Köln und Leverkusen wird unter anderem wegen Verdachts der Volksverhetzung ermittelt.
nazis auf der flucht