Teilerfolg des Protestes der Antifa Düren
Landrat schließt Schirmherrschaft über eine Veranstaltung des Bundes der Vertriebenen mit dem Festredner Latussek aus.
Im Gespräch mit Mitgliedern der Antifa Düren äußerte Wolfgang Spelthahn, der Landrat des Kreises Düren, dass er auf der Grundlage von Informationen der Antifa und zusätzlicher eigener Recherchen die Schirmherrschaft über die Veranstaltung des Bundes der Vertriebenen (BdV) des Kreises Düren zum "Tag der Heimat" aufkündigt, sollte der BdV an dem geplanten Redner Paul Latussek festhalten. Zu eindeutig seien auch für ihn die Beweise, dass Paul Latussek intensive Verbindungen ins neofaschistische Lager hegt und pflegt.
Auf die Bitte, doch das im Kreishaus angebrachte Werbeplakat des BdV, auf dem mit dem Festredner Latussek geworben wurde, dann konsequenterweise zu entfernen, reagierte er prompt. Im Beisein eines Mitglieds der Antifa ließ er das Plakat sofort entfernen.
In den nächsten Tagen will er das Thema noch einmal mit dem Bund der Vertriebenen besprechen. Von dieser Reaktion sind wir positiv überrascht. Wir wünschen auch anderen Mitgliedern der CDU, wie zum Beispiel dem Dürener Bürgermeister Larue und dem CDU- Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Karl Albert Esser die gleiche Courage.
Falls der BdV bezüglich des Redners noch einlenkt, raten wir dem Landrat zur Vorsicht - denn: Es gibt zu viele Latusseks im Bund der Vertriebenen.
An den Protesten am "Tag der Heimat" halten wir selbstverständlich fest.
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