T.Error t.v. kehrt zum Tatort zurück

Göttingen. 31. März 2000: Vor dem Göttinger Arbeitsamt findet eine schwerkriminelle und teilweise terroristische Versammlung statt. Aufgerufen haben der Verein T.Error t.v. und das Institut für terroristische Weiterbildung. Gekommen sind: StudentInnen der Ulrike-Meinhof-Universität, berufungslose Terroristen, EinbahnstraßenraucherInnen und amtlich anerkannte Sachbeschädiger. Bei ihrer Tatortbesichtigung verteilen sie Anmeldeformulare für Kurse zur ordentlichen Ausbildung als TerroristIn, vorgefertigte BekennerInnenschreiben zum Ankreuzen und einen Nachdruck von Johann Mosts „Revolutionäre Kriegswissenschaft“.
Alle T.Error-AktivistInnen gehören zu den mindestens 164 polizeich bekannten Göttinger Dauerverdächtigen. Sie alle stehen auf zwei Listen, auf denen das Landeskriminalamt die Menschen vermutete, die ’97 das Göttinger Arbeitsamt angezündet hatten. Einige der Namen gehen auf die Ermittlungen der Sonderkommission 606 (Autonome Antifa [M]-Verfahren, Mackenrode-Prozess etc.) zurück, auf der anderen Liste befinden sich Namen die Anfang der 80er Jahre widerrechtlich in der Spudok-Datei gespeichert wurden. Die Spudok-Daten wurden nach einem öffentlichen Skandal laut Innenministerium aber bereits ’83 „endgültig und unwiderruflich gelöscht“. Die Dauerverdächtigen fordern nun ihre Rehabilitation und die reale Löschung der Daten. Außerdem werden Sammelklagen vorbereitet und der Datenschutzbeauftragte ermittelt. Mit der Gründung von T.Error t.V. wollen die Betroffenen nun ihrem Anliegen Nachdruck verleihen und auf die dauerhafte Überwachung aller Linken durch den Staatsschutz aufmerksam machen.

Infos:
www.puk.de/t-error

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