Kampftag 1. Mai!

Berlin/?. „Seit 1987 tragen am 1. Mai in Berlin Menschen ihre Wut und ihre Ablehnung gegenüber diesem Staat auf die Straße” (EinSatz! Nr. 20). Der revolutionäre 1. Mai ist „auch heute noch Ausdruck vieler Menschen für ihren Hass auf die bestehende kapitalistische Ordnung und auf die, die sie schützen” (Nr. 20). „«Was tun!», also «Raus auf die Straße», sollte als zentrale Aufgabe der radikalen Linken auch in diesem Jahr begriffen werden” (Nr. 29). „Ohne einen erfolgreichen revolutionären 1. Mai in Berlin aber kann eine noch so effektive Verhinderung des Nazi-Aufmarsches (…) keinen Erfolg darstellen” (Nr.37). „Es ist genauso wichtig den 1. Mai als Kampftag der revolutionären Linken zu erhalten, wie einen faschistischen Aufmarsch gerade am 1. Mai zu verhindern“ (Nr. 29). Die aktuelle Gültigkeit dieser Zitate aus den letzten drei Mobilisierungsartikeln der EinSatz! zum 1. Mai belegt, dass sich die Ausgangssituation wie auch die politischen Ziele der revolutionären Linken vor dem 1. Mai seit ’97 nicht entscheidend verändert haben. Revolutionäre 1. Mai-Demos in Berlin, Nürnberg und weiteren Städten und ein geplanter Nazi-Aufmarsch. Unterschied ist lediglich, dass bislang noch keine zentrale NPD-Mobilisierung angelaufen ist, NPD-Anmeldungen sind jedoch für Berlin, Hannover und Wetzlar (Hessen) bekannt.
Auch wenn also zur Mobilisierung im Prinzip vieles schon einmal geschrieben wurde, bleibt die politische Notwendigkeit, dem 1. Mai 2000 mit unmissverständlichen Ausdrücken von linksradikaler Seite zu besetzen. Ob sich dies im militanten Vorgehen gegen die Faschisten oder die herrschende Ordnung äußert, ist zwar nicht völlig egal, aber eine Frage der eigenen politischen Prioritäten. Die EinSatz!-Redaktion würde gerne wieder schreiben: „Argumente angebracht! Der 1. Mai bleibt rot!“ (Nr. 38).

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