Weltweiter Widerstand
Göttingen. „Zu brennenden Fragen: Neoliberalismus und der Widerstand
von unten“ lautet der Titel einer internationalistischen Veranstaltungsreihe,
die von März bis Mai 2000 in Göttingen stattfindet.
In den sechs Veranstaltungen, die gemeinsam von der Autonomen Antifa [M], der
AG Chiapas und der Kurdistan-Solidarität Göttingen organisiert werden, kommen
VertreterInnen aus Kolumbien, Peru, Ecuador, Kurdistan, Kamerun und Mexiko zu
Wort, um über die politische Lage in ihren Ländern, die Folgen des Neoliberalismus
und den politischen Widerstand zu berichten. So unterschiedlich wie die vertretenen
Länder sind auch die gesellschaftlichen Bereiche, in denen dieser Widerstand
stattfindet. Ob es jedoch um den Guerillakampf in Kolumbien, die Frauenbefreiung
in Kurdistan, die Lage der politischen Gefangenen in Kamerun oder Universitätsbesetzungen
in Mexiko geht, handelt es sich doch in allen Fällen um Kämpfe gegen die Auswirkungen
der von USA und EU dominierten wirtschaftlichen und politischen Weltordnung.
Aus diesem Grund stellt die Frage nach den Aufgaben internationaler Solidarität
in den Metropolenstaaten einen weiteren gemeinsamen Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe
dar. Dabei soll klarwerden, dass sich die Solidarität der Metropolenlinken nicht
auf Sympathiebekundungen für gerade aktuellen Bewegungen des Trikont beschränken
kann, sondern dass sie selbst Teil eines weltweiten gemeinsamen Kampfs gegen
„Globalisierung“ und „Neue Weltordnung“ ist.