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antifaschistische nachrichten aus hochschule, aachen und rest der welt

eigener bericht
15.12.2001
Köln: BGS-Kontrollen nach Hautfarbe SIND rassistisch!

Der Aachener Friedenspreisträger Walter Herrmann, bekannt geworden als Initiator der "Klagemauer" am Kölner Dom, ist vom Landgericht Köln vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen worden. Herrmann hatte in eine Personenkontrolle des Bundesgrenzschutzes am Kölner Hbf mit den naheliegenden Worten "Wenn du ihn nur raussuchst, weil er schwarz ist, dann ist das rassistisch" beherzt eingegriffen. Der Richter befand nicht nur, daß diese Aussage durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei, sondern stellte auch fest: "Die Methoden des BGS sind rassistisch!" - Grundlage der alltäglichen BGS-Kontrollen bei der Menschenjagd nach "illegalen Flüchtlingen" sind "Lagebilder", deren einziges Merkmal sich auf die Hautfarbe von Menschen bezieht.


eigener bericht
07.12.2001
Aachen und Umgebung: Statistisch betrachtet...

etwas mehr als eine pro Woche... "Für das Jahr 2000 bestätigt die Kreispolizeibehörde auf Anfrage des PDS-Kreistagsabgeordneten Olaf Seiler 62 rechtsextremistisch motivierte Straftaten in Aachen und Umgebung. 3 Körperverletzungsdelikte gegen AusländerInnen sind bekannt geworden. Die Aufklärungsquote liegt bei 22%!!! Für 2001 erwartet der Polizeipräsident gleichbleibende Zahlen." (Quelle: VVn-BdA Aachen). Ja ja, die Statistiken. Wie wir spätestens seit dem Brandanschlag auf einen Getränkemarkt in der Aachener Brabantstraße wissen, zählen z.B. Hakenkreuzschmierereien für die Aachener Polizei nicht in die Rubrik "Rechtsextremismus". Dieses Delikt muß im vorigen Jahr also mindestens 62 mal übertroffen worden sein...


eigener bericht
06.12.2001
Eschweiler (Kreis Aachen): Antifaschist bekommt "das Seine"

Vor dem Amtsgericht Eschweiler ist ein Aachener Antifaschist wegen "Vermummung" verurteilt worden. Die Aachener Staatsanwälte dürften sich damit erneut Freunde bei den hiesigen Neonazis gemacht haben, meint der Angeklagte. Auch der AStA der FH Aachen spricht von einem skandalösen Urteil. Die meisten ProzeßbesucherInnen waren vor allem vom äußeren Erscheinungsbild des Gerichtsgebäudes beeindruckt...mehr


vvn-bda aachen
04.12.2001
Aachen: G. trifft... Neonazis

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, wurde am 23.10.01 mit 86,8 % Prozent der Stimmen wiedergewählt. Ein paar Tage vorher, am 15.10. hatte Gertz seine Ansichten bei der neofaschistischen Aachener Burschenschaft "Libertas Brünn" vorgetragen. Die Neonazis wollten von Gertz wissen, "in welchem Umfang ist die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr sichergestellt?" und "Wie sicher ist der Arbeitsplatz Bundeswehr?" mehr


eigener bericht
19.11.2001
Kreis Düren: Nazi-Aktion zum "Volkstrauertag"

In Vossenack (Gemeinde Hürtgenwald, Kreis Düren) sind am Sonntag zur Kranzniederlegung am dortigen NS-Täter-Gedenkstein ca. 20 Neonazis aufmarschiert. Teilgenommen hat u.a. der NPD-Kreisverband Aachen. Der Kriegsklotz in Vossenack dient auch bürgerlichen Militärkreisen geradezu als Wallfahrtsort. mehr


fachschaft 7/1 aachen
17.11.2001
Eschweiler: "Vermummungs"-Prozess gegen Antifaschisten geht weiter

Der im August 2000 vertagte Prozess gegen einen Aachener Antifaschisten geht nun nach langen Zeiten verschollener Akten endlich weiter... Tatgegenstand ist nach wie vor die angebliche "Vermummung" bei einer Demo gegen das neonazistische "Bildungswerk Deutsche Volksgemeinschaft". Wir erinnern uns an die erste Auflage dieses Prozesses, bei dem lediglich der Aachener Staatsschützer Pabich als Zeuge die Anklage vertrat, aber einräumen mußte, gar nicht bei besagter Demo anwesend gewesen zu sein... Für mehr Spannung ist diesmal gesorgt, sind doch nun sowohl der damalige Einsatzleiter als auch der Demoanmelder geladen. Weitere ZeugInnen (Aachener Polizei & Eschweiler Zeitung) sind seitens der Verteidigung bestellt. Solidaritätsaufruf


antifa aachen - gruppe s.p.u.n.k.
26.10.2001
Beitrag zur Debatte um Antideutsche Positionen

Die Aachener Antifa-Gruppe s.p.u.n.k. hat zu den in den letzten Wochen von "Antideutschen" verbreiteten Auslassungen über die Ereignisse am 11. September und den Krieg gegen Afghanistan Position bezogen. lesen


eigener bericht
24.10.2001
Aachen: Neuer AStA an der FH gewählt

Die FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) an der Fachhochschule hat am heutigen Abend einen neuen AStA gewählt. Von fünf KandidatInnen bilden nun vier den AStA, ein Kandidat wurde abgelehnt. Mit der Wahl verbunden war eine inhaltliche Entscheidung u.a. für das allgemeinpolitische Mandat und für die besonderen Belange der Frauen- und "Minderheiten"-Vertretungen. Das Antifaprojekt unterstützt diese Ausrichtung des neuen AStA, der sich bislang aus ReferentInnen für Finanzen, Frauen, Hochschulpolitik und Öffentlichkeitsarbeit zusammensetzt.


aus dem posteingang
14.10.2001
Aachen: Anhänger des "Kalifen von Köln" setzen auf Antisemitismus

Im Schatten des Krieges treten Anhänger des als "Kalifen von Köln" inhaftierten Fundamentalisten M. Metin Müftüoglu-Kaplan verstärkt in die Öffentlichkeit. Am Samstag, den 13. Oktober, verbreiteten sie an einem Büchertisch auf dem Willy-Brandt-Platz neben islamistischen Texten auch ein militant antisemitisches Flugblatt. Das Flugblatt lag den folkloristisch kostümierten Verteilern offenbar besonders am Herzen, denn PassantInnen erhielten es mit dem ausdrücklichen Hinweis, es sei "besonders wichtig". mehr


büren-gruppe paderborn
03.10.2001
Büren: Demonstration gegen Abschiebehaft mit 1500 TeilnehmerInnen

Heute fand in Büren (Westfalen) eine bundesweite Demonstration gegen den größten Abschiebeknast in Deutschland statt. Ein breites Bündnis aus antifaschistischen und antirassistischen Gruppen hatte zu der Kundgebung aufgerufen. Über 1500 TeilnehmerInnen aus der ganzen Bundesrepublik protestierten lautstark und friedlich gegen die unmenschliche Abschiebemaschinerie der BRD. In zahlreichen Redebeiträgen wurde die Abschaffung der Abschiebehaft und aller anderen rassistischen Sondergesetze gefordert. In Büren sind bis zu 560 Flüchtlinge unschuldig inhaftiert. Der einzige Grund ihrer Inhaftierung ist, dass der Verwaltungsakt der Abschiebung für die Ausländerbehörden leichter durchzuführen ist. Deswegen können Menschen bis zu 18 Monaten eingesperrt werden. Aufgrund des hohen psychischen Drucks kommt es immer wieder zu Suizidversuchen. Während der gesamten Demonstration hat die Anstaltsleitung der JVA Büren die Sicherheitsmaßnahmen massiv verschärft. So gab es für die Inhaftierten weder Hofgang noch Umschluss noch konnten sie besucht werden. Trotzdem ist die Demonstration von den Gefangenen positiv aufgenommen worden, wurde für sie doch deutlich, dass es außerhalb der Mauern noch Menschen gibt, die sich mit ihnen solidarisieren. >>>


komitee gegen amtlichen rassismus
22.09.2001
Köln/Aachen: Aktionen gegen rassistische BGS-Kontrollen

Flüchtlinge und antirassistische Initiativen aus Aachen, Dortmund, Essen, Iserlohn, Köln und Oberhausen führten auch in Aachen Aktionen gegen AusländerInnenkontrollen des Bundesgrenzschutzes in NRW durch. Pressemitteilung des "Komitee gegen amtlichen Rassimus" lesen


antifa bergheim
22.09.2001
Bergheim: Hakenkreuze an Moschee

Neonazistische Schmierereien in der Region nehmen zu - Pressemitteilung der Antifa Bergheim lesen


eigener bericht
08.09.2001
Köln: Mehr als 3000 AntifaschistInnen demonstrieren

Nachdem der geplante Naziaufmarsch einer Kölner Kameradschaft nicht stattfand, demonstrierten am heutigen Samstag in Köln dennoch über 3000 AntifaschistInnen unter dem Motto "Gegen Naziterror, staatlichen Rassismus und wirtschaftlichen Verwertungswahn". Fotos