Dunkle Winkel im ganzen Iran
Es sieht aus wie eine normale Wohnung ist aber eher ein dunkler Winkel (Dachmeh). Im ganzen Iran kann man solche Dachmehs mit vergleichbaren Wandbildern vorfinden. Solche Ecken finden sich in vielen Städten, vor allem aber in Teheran. Das Bild oben ist die Aufnahme eines dunklen Winkels in Shahrerei, einem Vorort von Teheran.
Ein 23-jähriger Schüler dieser Dachmehs mit dem Namen Mostafa, Abiturient und Beamter im Bildungsministerium sowie sehr aktives Mitglied der Basiji (Milizen) ist letzten Dienstag, den 3. Oktober gegen 16 Uhr in das Kino am Revolutionsplatz von Teheran eingedrungen. Sein Erscheinungsbild entsprach genau den Bekleidungsvorschriften der Hisbollah - er sah mit seinem langen Vollbart aus wie ein Talibananhänger. Vor dem Kinosaal schrie er laut, dass das Kino die Menschen zerstöre, wer im Kino arbeitet, müsse getötet werden. Blitzschnell griff er sich einen der Beschäftigten des Kinos und erstach ihn mit seinem Messer. Danach ging er in der Vorführungssaal und hat noch zwei weitere Menschen schwer verletzt. Die Zuschauer konnten ihn überwältigen und der Polizei übergeben. Ob er festgenommen oder wieder freigelassen wurde, weiß keiner.
In Dachmehs versammeln sich die Anhänger der Hisbollah, die sehr radikal sind. Es wird die Scharia und der Koran geschult sowie an Waffen (Messer, Dolche, Pistolen) ausgebildet. Zahlreiche Politiker der heutigen iranischen Regierung sind in solchen Ecken ausgebildet worden: z.B. der Innenminister Purmohammadi, der Aussenminister Mottaki und der Staatspräsident Ahmadinejad. Diese Dachmehs werden von der islamischen Partei Ansar Hisbollah finanziert und auf allen möglichen Arten unterstützt. Die Ansar Hisbollah wiederum wird von vielen reichen islamischen Stiftungen unterstützt. Bei den Sitzungen der Dachmehs wird geplant wie Regierungskritiker, Intellektuelle getötet werden, wie die Studentenbewegung, Demonstrationen oder Sitzstreiks niedergeschlagen werden. In diesen Dachmehs wird geplant wie terroristische Gruppen ausgebildet und in den Libanon, Irak und andere Länder geschickt werden.
Kommentar:
Wenn die Teuerung weiter zunimmt und Preise sich mittlerweile in einer Woche verdoppeln, während Lehrerinnen, Krankenschwestern, Fabrikarbeiter und andere Angestellte für ihren Lohn kämpfen und Studenten protestieren weil die Universitäten schlecht finanziert sind, wenn im Iran vielleicht 30% der Menschen keine Arbeit finden und viele junge Frauen und 10-12 jährige Mädchen sich für ihr täglich Brot prostituieren müssen, fliesst iranisches Öleinkommen in solche Richtungen.